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...wussten Sie schon, dass Südtirol an die 471.000 Einwohner zählt? Diese werden in drei Sprachgruppen aufgegliedert? Davon gehören ca. 70% der deutschen Muttersprache- ca. 26% der italienischen- und an die 5 % der ladinischen (räteromanisch)Sprachgruppe an.
Südtirol ist ein vielfältiges Land, wobei der Großteil der Einwohner im Dienstleistungsgewerbe, dem Tourismussektor sowie Produzierendem Gewerbe tätig ist. Der Rest verteilt sich auf die Landwirtschaft. Südtirol ist die nördlichste Provinz Italiens und grenzt an Österreich, die Schweiz und Frankreich und gehört zu Italien. Die Hauptstadt Südtirols ist Bozen, weitere Städte sind Meran, Klausen, Brixen, Bruneck, Sterzing und Glurns. Die Südtiroler machen 0,8% des Bevölkerungsanteils Italiens aus. Die Arbeitslosenrate beträgt ca. 2,6%.



















Die bekanntesten Südtiroler sind wohl:


















Warum spricht man deutsch?
Diese Frage wird oft gestellt und hängt von unserer Herkunft und Geschichte ab. „Tirol isch lei oans“, so lautet der Text eines alten Tiroler Volksliedes aus der Feder des bekannten Komponisten Vinzenz Goller. So gehörte das heutige Südtirol vor dem ersten Weltkrieg noch zu Österreich und wurde durch die berühmten 14 Punkte des amerikanischen Präsidenten Wilson und dem damaligen Diktat von „Saint Germain“ am 10. Oktober 1920 endgültig an den italienischen Staat überlassen (ein Kuhhandel der damaligen Regierungen). Die Brennergrenze trennt Südtirol von Tirol bzw. Österreich auch heute noch und Südtirol zählt zur nördlichsten Provinz Italiens. Ettore Tolomei, der das deutschsprachige Südtirol komplett zu italianisieren versuchte (teilweise leider gelungen), bastelte auch an den uns heute noch erhalten italienischen Ortsnamen, die meist jeder Ähnlichkeit trotzen. Lange Jahre dauerte es, bis man mit den italienischen Besatzern einigermaßen ins Reine kam, dies wohl auch den rührigen politischen Kämpfern zuzuschreiben. Zahlreiche Schützenabordnungen setzen sich heute noch für die alten Rechte und Traditionen ein. Heute gilt das Gesetz der freien Sprachentscheidung und sowohl bei öffentlichen Ämtern wie in sämtlichen Einrichtungen und Strukturen haben wir das Recht mit deutscher Sprache bedient zu werden. Vor gar nicht all zu langer Zeit schien dies noch ein Ding der Unmöglichkeit. Sowohl der öffentlich-rechtliche Apparat wie sämtliche Staatsstellen waren fast ausschließlich in italienischer Hand, welche diese Situation auch meist gerne zur Diskreditierung unsere Sprachgruppe benutzten. Heute noch scheiden sich manche Geister über die Zugehörigkeit unseres Landes und sehnen sich nach einem vereinten Tirol. In punkto Tourismus, Sprachengewandtheit und kulinarisch gesehen, können wir heute mit dieser Situation jedoch sehr gut umgehen und leben.
An den Schulen wird in deutscher Muttersprache unterrichtet, wobei eine Stunde pro Tag in italienischer Sprache unterrichtet wird.
Für die italienischsprachige Volksgruppe gibt es auch eigene Schulen und Kindergärten. In den Tälern und Dörfern spricht man größtenteils Deutsch, in den Städten findet man sowohl deutsch als auch italienischschsprachige Einwohner, welche sich untereinander wohl aber auch in zwei Sprachen verständigen. Eine Vielzahl an deutschsprachigen Privatradiostationen und Printmedien sowie eine ladinisch-sprachige Zeitung und Radiostation garantieren Programme in unserer Muttersprache.